Neue deutsche Welterbestätten

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 35. Sitzung in Paris vom 21.6.-2.6. 2011 weitere deutsche Welterbestätten  aufgenommen. Damit ist die Zahl der deutschen eingeschriebenen Stätten gestiegen. Im einzelnen handelt es sich um "Ur-Buchenwälder in den Karpaten (Slowakei und Ukraine) und die alten Buchenwälder in Deutschland". Dieses Weltnaturerbe wurde auf Antrag aller drei Länder erweitert. Hierüber freuten sich 4 deutsche Bundesländer (Brandenburg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern). Am Sonntag abend, kurz vor Sitzungsschluss, wurde entsprechend der Empfehlung auch das  "Fagus Werk" eingetragen.  Die Schuhleistenfabrik im niedersächsichen Alfeld, vom Bauhaus-Architekten Walter Gropius zwischen 1911 und 1925 - in der Zeit der "Neuen Sachlichkeit" erbaut,  gilt als Ursprungswerk der modernen Industriearchitektur.  Welterbestätte Fagus Werk Bild vergrößern Welterbestätte Fagus Werk (© Carsten Janssen)

Mit der Einschreibung der "Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen", wurde noch ein weiteres grenzüberschreitendes Weltkulturerbe, diesmal auf Antrag der Schweiz mit Deutschland und anderen Partnern, eingetragen. Davon profitieren insgesamt 111 Pfahlbauten in sechs Alpenländern, darunter auch 18 Fundstellen in Baden-Württemberg und Bayern.  Zum  "Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer" wurde eine Ergänzung des Gebiets vorgenommen, die die Regierung der Hansestadt beantragt hatte. Seit Juni 2009 gehören die mehr als 9500 Quadratkilometer großen Watt-Regionen vor Schleswig-Holstein, Niedersachsen und den Niederlanden zu den Weltnaturerbestätten. 

Die Verhandlungsleitung dankt allen Beteiligten in Ländern, Städten und Kommunen sowie dem ausgezeichneten Expertenteam von KMK, BMU und Bundesamt für Naturschutz für die großartige Zusammenarbeit, die diese Eintragungen möglich gemacht haben.  Es war zwar viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt.

Die Fotografen A. Nehring und Carsten Janssen haben uns die Bilder zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.