Feierlichkeiten zum 20-jährigen Mauerfalljubiläum
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East Side Gallery
(© dpa)
Am 27. Oktober begingen wir feierlich das 20-jährige Jubiläum des Berliner Mauerfalls in der UNESCO in Paris. Eine Woche lang zeigten wir in einer Ausstellung anhand von Fotos und Videomaterial, welche Ereignisse zum Fall der Berliner Mauer und der deutschen Wiedervereinigung geführt haben.
Die Ausstellung wurde von der deutschen Botschafterin Martina Nibbeling-Wrießnig eröffnet. Sie trug ein T-Shirt, das sie 1989 zur Feier der Maueröffnung auf ihrem Posten in Südkorea hatte fertigen lassen. "Wir sind eins" lautete der Schriftzug auf Deutsch und Koreanisch. Mats Ringborg, der schwedische Botschafter, hielt als Vertreter der EU-Präsidentschaft die Eingangsrede.
Der scheidende UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura berichtete von seinen persönlichen Erinnerungen im Zusammenhang mit diesem bedeutsamen Ereignis des 20. Jahrhunderts. Im Oktober 1989 reiste er als Vertreter des japanischen Außenministeriums nach Berlin. Die Mauer war für ihn "ein furchterregendes Symbol des Kalten Krieges, das unzerstörbar schien". Der Fall der Berliner Mauer gilt als Zeichen der Friedlichen Revolution und Wegbereiter der Demokratie.
Die neu gewählte Generaldirektorin und designierte Nachfolgerin Matsuuras, Irina Bokowa, äußerte sich spontan und bezeichnete in ihrer Rede den Mauerfall als "das eigentliche Ende des Zweiten Weltkriegs".
Mehrere hochrangige Gäste sprachen als Zeitzeugen über ihre Erinnerungen an die Jahre 1989 und 1990. Der mexikanische Botschafter und bekannte Schriftsteller Carlos Fuentes berichtete, was für ein bewegender Moment der Mauerfall für ihn war. Der Chargé d'Affaires Ägyptens Mohamed El Zahaby betonte, wie der Mauerfall die gesamte Welt nachhaltig verändert habe. Jo Ellen Powell, ehemalige US-Generalkonsulin in Frankfurt, die 2007 als erste Frau und Nicht-Deutsche als Festrednerin zum Tag der Deutschen Einheit in der Paulskirche geladen war, verwies darauf, dass die deutsche Bevölkerung ihre Teilung nicht hingenommen und so die friedliche Wende ausgelöst habe.
Unter den Gästen wurde ein Aufenthalt in Berlin verlost. Glückliche Gewinnerin wurde Mechthild Rössler, eine Deutsche, welche die Europa- und Nordamerika- abteilung des Welterbezentrums der UNESCO leitet. Mit einem Glas der prominenteste Sektmarke ostdeutscher Provenienz, Rotkäppchen, konnten die Gäste dann durch die Ausstellung flanieren. Ein Vertreter des Deutschen Historischen Instituts beantwortete ihre Fragen. Vor einer Nachbildung der Berliner Mauer konnten sie ein Erinnerungsfoto schießen oder an einer Pinnwand ihre persönlichen Erfahrungen vermerken.
Der Dank der Ständigen Vertretung gilt allen Teilnehmern, dem Team, das die Vorbereitung bewerkstelligt hat, sowie unseren großzügigen Sponsoren Rotkäppchen Mumm, Berlin Tourismus Marketing, Moevenpick Hotel Berlin und ParisBerlin.