1. Flaggen der UNESCO-Mitgliedsstaaten Liebe Besucherinnen und Besucher!
  2. Flusslandschaft Elbe 2012 MAB Special
  3. Die Mitglieder der Ständigen Vertretung Die Ständige Vertretung
Flaggen der UNESCO-Mitgliedsstaaten

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Im Rückblick können wir uns auf die Schultern klopfen: nicht nur ist Deutschland mit einer fulminanten Stimmenzahl in das Welterbekomitee gewählt worden - in dem wir zuletzt vor 12 Jahren vertreten waren!  Nein, es ist auch gelungen, ein umfangreiches Reformpaket, das die Modernisierung der UNESCO birgt, in der Generalkonferenz zu verabschieden. Außerdem: die UNESCO weist nun 195 Mitglieder auf, d.h. zwei neue Mitglieder: der Südsudan wurde aufgenommen und wenig später Palästina - nach turbulenten Sitzungen, streitigen Abstimmungen und nächtelangen Diskussionen. Sowohl in den Exekutivräten 2011, im Menschenrechtsausschuß CR als auch in der Generalkonferenz durfte Deutschland als Vizepräsidentschaft agieren, und hat dies voll Freude getan. Deutschland präsidiert auch die Vetragsstaatenkonferenz zu einem völkerrechtlich wichtigen Abkommen zum Kulturgüterschutz. In allen Kommissionen traten die verschiedenen deutschen Partner geschlossen auf und zogen an einem Strang - daher haben wir viel erreichen können: so die Wahl in das zwischenstaatliche Meereskomitee IOC und in das das zwischenstaatliche, internationale Wasserprogramm IHP. Wir waren weiter im Bildungs- und im Sportkomitee aktiv und versuchen, die Weltsportministerkonferenz für Berlin zu gewinnen. Bitte Daumen halten! Deutschland hat 2011 große Anerkennung für die 40. Jubiläumskonferenz zum Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ in Dresden erhalten. Dort,  sowie Ende Juni in Berlin, war die UNESCO Generaldirektorin Irina Bukowa offiziell zu Gast. Die Feierlichkeiten zum Beginn des 60. Jahres der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO wurden mit einem offiziellen Besuch der Generaldirektorin in Deutschland, Empfang beim Bundespräsidenten und im Auswärtigen Amt begangen. Ein großer Dank an unsere Partner in Berlin und Bonn, im AA, in den Bundesministerien und vor allem der Deutschen UNESCO Kommission. Im Herbst verabschiedeten wir Professor Hüfner in den wohlverdienten Ruhestand: er hat eine Ära lang: 40 Jahre ehrenamtlich und engagiert Deutschland in UNESCO Fragen und im MR-Ausschuß beraten. Unseren großen Dank brachte der Bundespräsident mit der Verleihung des höchstmöglichen Ordens im Sommer zum Ausdruck. Leider führte die Aufnahme Palästinas dazu, dass Israel seine Mitgliedsbeiträge für 2012 und die USA ihre für 2012 und gar für das zum Zeitpunkt der Beschlußfassung bereits fast abgelaufene Jahr 2011 eingefroren haben. Ein altes Gesetz verlangte das.  Das stellt uns nun vor große Probleme: wir müssen versuchen, weiter zu kürzen, weiter zu fokussieren und den Gürtel noch enger zu schnallen, als es das Reformpaket ohnehin erforderte. Keine einfache Aufgabe!  Neueinstellungen in der UNESCO sind ausgesetzt, auch alle Beförderungen, die Zahl der Reisen ist auf ein Minimum reduziert. Die engagierten Mitgliedsstaaten bemühen sich, mit frühen Überweisungen ihrer Beiträge zu helfen, selbst ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Aufgrund dessen haben wir den 189. Exekutivrat schon für Februar terminiert. Er wird sich mit den Folgen der Krise und der Umsetzung der Reformen befassen müssen. Die zukünftige Ausrichtung der UNESCO steht auf dem Spiel.  Dass Deutschland nun in das Welterbekomitee der UNESCO gewählt worden ist, bedeutet für die Vertretung viel Arbeit, gibt uns aber auch die Möglichkeit, unsere vielfältigen Erfahrungen in Pflege und Management von Welterbestätten einzubringen. Auch hier ist eine Reform im Gange, das Welterbezentrum platzt aus allen Nähten, und, da Aufwuchs nicht möglich ist, drängen viele Mitgliedsstaaten auf eine deutliche Beschränkung der Zahl von Neueinschreibungen von Stätten. Wie sich das auf Deutschland auswirkt? Man weiß es nicht, wir haben ja bereits sehr viele. Die nächste Sitzung des Welterbekomitees findet dieses Jahr Ende Juni/Anfang Juli in St. Petersburg statt und wird wieder spannend werden.

Flusslandschaft Elbe

2012 MAB Special

Ein weiteres sehr wichtiges Thema ist das Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB). Dieses UNESCO Programm besteht schon seit 1970. Zum 40-jährigen Jubiläum hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen den ICC nach Radebeul bei Dresden  eingeladen, der damit erstmals in Deutschland tagte (Juni 2011). So ging mit 2011 ein für das deutsche MAB-Nationalkomitee und die 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservate ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zu Ende. Die UNESCO ruft seit vergangenem Dezember dazu auf, im Kampf gegen den Klimawandel verstärkt die Erfahrungen der UNESCO-Biosphärenreservate zu nutzen. Das geht aus einer Resolution hervor, die im November letzten Jahres auf der 36. UNESCO-Generalkonferenz in Paris verabschiedet wurde. Anlässlich dieser Sitzung wurde weltweit auch erstmals der Internationale Tag der UNESCO-Biosphärenreservate begangen. Anlass dafür ist das jetzt 40jährige Bestehen von MAB; unter dessen Dach sich ein Netzwerk von 580 Biosphärenreservaten in 114 Ländern entwickelte. Deutschland ist mit insgesamt 15 von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservaten zwischen Südostrügen und Berchtesgadener Land vertreten. Die Dresdner Erklärung vom Juni appelliert an alle Staaten, weltweit Klimaschutz, Armutsbekämpfung und den Erhalt der biologischen Vielfalt stärker zu verknüpfen. Die Resolution betont die herausragende Bedeutung des MAB-Programms als Instrument für eine nachhaltige Entwicklung. Andere UNESCO-Programme wie Bildung und Kultur sollten stärker mit den Biosphärenreservaten zusammenarbeiten. Die Verabschiedung der Dresdner Erklärung zu Biosphärenreservaten und Klimaschutz verdeutlichte einer breiten Öffentlichkeit den wichtigen Beitrag dieser international anerkannten Schutzgebiete zur Lösung der beiden fundamentalen Fragen der gegenwärtigen Umweltpolitik – Erhalt der biologischen Vielfalt und Schutz des Klimas. Darüber hinaus stellte Deutschland als Gastgeber dieser Konferenzen sein großes Engagement für die Umsetzung der Biosphärenreservatsidee hervorragend unter Beweis. Großen Dank an die  Deutsche UNESCO-Kommission und die Regierung von Sachsen, MP Tillich, den Umweltminister sowie die Stadt Dresden, die großartige Gastfreundschaft gezeigt, und die internationalen Delegierten mit ihren grandiosen Aufbauleistungen beeindruckt hat!

Die Mitglieder der Ständigen Vertretung

Die Ständige Vertretung

Das Team der Ständigen Vertretung bei der UNESCO beim Betriebsausflug am 29.11. - auf der Schloßtreppe von Fontainebleau

Buchenwald Jasmund

MAB-Nationalkomitee erstmals zusammengetreten

Biosphärenreservate bieten Mensch und Natur hervorragende Entwicklungschancen Der Mensch und die Biosphäre (MAB) ist nach seiner Neuberufung durch Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen heute (29....

Ausstellungseröffnung im Auswärtigen Amt am 27.02.2012

Ausstellungseröffnung - "Welterbe in Deutschland"

Das Auswärtige Amt informiert: Ausstellungseröffnung - „Welterbe in Deutschland“ Zum 40. Geburtstag des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturgutes der Welt, das im November 1972 v...

Besuch einer Bundestagsdelegation bei der UNESCO

Vom 21. bis zum 22. Februar stattete der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages  der Ständigen Vertretung und der UNESCO zum ersten Mal einen offiziell...

Ebbe

Wissenschaftsjahr 2012

Klimawandel, Biodiversität, Energieeffizienz, Welternährung und Bevölkerungswachstum: Das Wissenschaftsjahr 2012 steht ganz im Zeichen der nachhaltigen Entwicklung. Unter dem Motto „Zukunftsprojekt Er...

Naturverbundenheit

Jahrestage 2012/2013

   Was haben die Ärztin Dorothea Christiane Erxleben, der Schriftsteller Hermann Hesse, der Komponist Richard Wagner und der Ingenieur Rudolf Diesel gemeinsam?  Sie werden 2012 und 2013  von der UNE...

Welterbestätte Fagus Werk

Neue deutsche Welterbestätten

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 35. Sitzung in Paris vom 21.6.-2.6. 2011 weitere deutsche Welterbestätten  aufgenommen. Damit ist die Zahl der deutschen eingeschriebenen Stätten gestiegen. I...

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