Staatsministerin Böhmer auf G7 Kulturministerkonferenz in Florenz

05.04.2017

Staatsministerin im Auswärtigen Amt Maria Böhmer Bild vergrößern (© AA) Staatsministerin Böhmer nahm am 30. und 31. März in Florenz an der G7 Kulturministerkonferenz teil. Diese wurde auf Einladung des italienischen Kulturministers Dario Franceschini erstmals abgehalten. Im Fokus der Veranstaltung stand die Verständigung der G7 Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, USA und Kanada sowie die einschlägigen internationalen Organisationen (u.a. UNESCO, Europäische Union, Europarat) über Grundzüge und Leitlinien der Auswärtigen Kulturpolitik der jeweiligen Länder.

Angesichts der zunehmenden Gefährdung und Zerstörung kulturellen Erbes durch Krieg, Terror und illegalen Kunsthandel war der grenzüberschreitende Kulturgüterschutz ein Hauptthema. Einigkeit bestand dahingehend, dass in enger Zusammenarbeit illegale Finanzströme ausgetrocknet und Handel mit geraubter Kunst unterbunden werden müssen.

Die Kulturminister betonten die Bedeutung der UNESCO für die internationale Zusammenarbeit beim Schutz von Kulturgut und riefen die Vereinten Nationen dazu auf, künftig den Schutz von Kulturgut auch bei Friedensmissionen nach Möglichkeit stärker zu berücksichtigen.

Staatsministerin Böhmer einigte sich mit ihren Kollegen aus Italien und Frankreich, für 2018 die Initative "Erasmus Kultur" auf den Weg zu bringen, um der jungen Generation die gemeinsamen europäischen Wurzeln näher zu bringen und die europäische Identität und Idee zu stärken. Zudem wollen die drei Länder einen Impuls für die Stärkung des Kulturgutschutzes auch im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union geben.

Im nächsten Jahr wird Kanada den G7 Vorsitz innehaben und die Initiative für eine Kulturministerkonferenz fortführen.

© AA