Kulturerhalt geht uns alle an": Auswärtiges Amt diskutiert mit Schülerinnen und Schülern

13.04.2017

Welche Bedeutung hat der Erhalt von Kulturgütern für junge Menschen?

Das Auswärtige Amt diskutierte mit Leipziger Schülern und Schülerinnen. Bild vergrößern Das Auswärtige Amt diskutierte mit Leipziger Schülern und Schülerinnen. (© medial mirage/Matthias Möller) Die Restaurierung einer Synagoge in Brasilien, der Erhalt von Tonaufnahmen in Namibia oder die Konservierung eines Mogul-Grabmals in Indien: Seit 1981 unterstützt Deutschland die Bewahrung von kulturellem Erbe rund um den Globus. Die Zerstörung von Kulturgut durch Terror, Krieg oder auch Naturkatastrophen bedroht das kulturelle Erbe der Menschheit. Die Zerstörung der Vergangenheit gefährdet auch die Gegenwart und Zukunft. Deshalb ist Schutz, Erhalt und Wiederaufbau des kulturellen Erbes eine Frage, die Deutschland angeht.

Kulturerhalt macht Schule

Welche Bedeutung hat der Erhalt von Kulturgütern für junge Menschen? Bild vergrößern (© medial mirage/Matthias Möller) Zum Start einer Informationsreihe zum Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts diskutierte die Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik, Heidrun Tempel, am 11. April 2017 mit Schülerinnen und Schülern von UNESCO-Schulen in Leipzig über die Bedeutung der Bewahrung von historischen und kulturellen Zeugnissen der Menschheit.

Kulturerbe sind nicht nur Steine oder Gebäude aus der Geschichte, sondern hat viel mit der Gegenwart, mit Herkunft und Heimat zu tun. Dies bewiesen die Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums mit eigenen Kulturerhalt-Projekten wie dem "UNESCO Welterbe im Schuhkarton" oder ihrer Projektwoche zum Kulturerbe der Sorben. Dies sei die Grundlage für ein friedliches Miteinander, kulturelle Vielfalt und den Dialog mit anderen Kulturen, so Heidrun Tempel.

Beitrag zur interkulturellen Verständigung

Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums stellen ihre Projekte vor. Bild vergrößern Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums stellen ihre Projekte vor. (© medial mirage/Matthias Möller) Mit dem Moderator Mirko Drotschmann, der Kuratorin des namibischen Kulturerhalt-Projekts "Stolen Moments – Namibian Music History Untold", Aino Moongo, und dem Gründer und Projektleiter "Virtuelles Museum Djemaa El Fna", Thomas Ladenburger, wurden Hintergrund und Aufgabe von Kulturerhalt zur Stärkung der nationalen Identität und die Beteiligung der lokalen Bevölkerung beleuchtet. Thema der Diskussion war auch der Beitrag von den Schülern der UNESCO-Projektschulen zur interkulturellen Verständigung, Denkmalschutz und Kulturerhalt.  

Im Rahmen der Informationsreihe veröffentlicht das Auswärtige Amt in den nächsten Wochen Videos zu elf ausgewählten Projekten wie zum Beispiel der Rettung der jahrhundertealten islamischen Handschriften von Timbuktu, dem Erhalt der Tempelanlagen von Angkor und dem Erstellen eines digitalen Kulturgüterregisters für Syrien.

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